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traumazentrierte Fachberatung

Die traumazentrierte Fachberatung stellt das Bindeglied zwischen Pädagogik und
Therapie dar. Im Gegensatz zur Traumatherapie zielt die traumazentrierte
Fachberatung nicht auf die Traumaexpositionierung oder den Neuanfang ab. Es
handelt sich um die Möglichkeit der Stabilisierung im Alltag eines Betroffenen mithilfe
von vier Säulen:


1. Psychoedukation
Beschreibt die Normalisierung von Verhalten auf eine unnormale Situation.
Psychoedukation bietet die Hilfestellung, sein eigenes Verhalten zu verstehen, indem
Prozesse erklärt werden. Es wird Orientierung geschaffen, das eigene Verhalten
kann eingeordnet werden und Zugehörigkeit entsteht.


2. Äußere Sicherheit
Ohne äußere Sicherheit kann keine innere Sicherheit entstehen. Im Alltag sind wir
immer wieder Risikofaktoren ausgesetzt, die ein Gefühl von Sicherheit verhindern
oder tatsächliche Sicherheit nicht zulassen. Schutzfaktoren beschreiben mögliche
Handlungswege, die eine Verbesserung der eigenen Gefühlslage oder der
tatsächlichen Situation hervorrufen und darüber hinaus die Prävention anbahnen,
Risikofaktoren zu erkennen und zu bewältigen. In der traumazentrierten
Fachberatung ermitteln wir die Risiko- und Schutzfaktoren des eigenen Lebens,
stellen diese gegenüber und bringen sie ins Gleichgewicht. Das Bedürfnis Kontrolle
zu erleben wird befriedigt.


3. Reorientierung und Dissoziationsstopp
Fokus auf die Wahrnehmung von Sinneseindrücken im aktuellen Raum – im Hier und
Jetzt! Die Selbstwirksamkeit wird erhöht, indem das Verbleiben im Hier und Jetzt
steuerbar wird.
 Bei Intrusionen/Flashbacks, abschweifenden Gedanken
 Unterbrechen von Panikattacken
 Gedankenstopp

Bei Dissoziationsprozessen spalten sich Sinneswahrnehmung/ äußere Reize aus
dem bewussten Erleben einer belastenden Situation ab. Die Annäherung an das
Erlebte und die zeitliche Strukturierung helfen zu verstehen, dass ein heute
unangenehmes Verhalten, damals überlebenswichtig war und trotzdem nicht mehr in
diesem Ausmaß benötigt wird.


4. Resilienzförderung/ Ressourcenaktivierung
 Die Widerstandsfähigkeit stärken
 Ressourcen erkennen und fördern
 Sich selbst als kohärent wahrnehmen.