SAM -Sanft, authentisch, mitfühlendNe
 

Anti-Trauma-Training/ Angstbewältigung

Das Anti-Trauma-Training (ATT) ist eine Einzelmaßnahme für Betroffene belastender Ereignisse. Das Training wird für die eigene Verbesserung der aktuellen Situation und der verbundenen Gefühlslage durchgeführt. Die Vermittlung der Normalisierung des eigenen Verhaltens und die Herstellung von Sicherheit wird in einem vier Phasen Modell erreicht. Durch das Verstehen des eigenen Handelns und der Wertschätzung bis heute überlebt zu haben, wird der Prozess der Verarbeitung beziehungsweise der Stabilisierung angebahnt. Mit pferdegestützten Angeboten wird das Körperempfinden des Menschen gefördert und bestenfalls ein kohärentes Erleben aktiviert. 

Das Training gilt als abgeschlossen, wenn die Notlage der Betroffenen sich nachhaltig verbessert.

Die verschiedenen Phasen bauen aufeinander auf. Jede eigene Phase stellt für sich eine notwendige Anregung zur Bewältigung dar, stellt jedoch für sich separat kein ausreichendes Modul des ATT dar. 

Phasenverlauf Themengebiete
1. Einführungsphase

In dieser Phase stellen sich alle Parteien einander vor, der Aufbau der gemeinsamen Zeit wird strukturiert, ein kurzer Steckbrief wird erstellt, der Betroffene schildert die „innere“ Not im Ansatz und Hypothesenbildung möglicher Auslöser hilft Ängste einzuordnen.

2. Biografische Analyse

In dieser Phase erzählen Betroffene die eigene Geschichte. Es werden Ziele benannt und Wünsche formuliert. Die Angst kann benannt werden. Wann ist diese entstanden? Wofür war diese Angst gut? Grundbedürfnisse (Welche eigenen
Bedürfnisse sind unerfüllt? Was ist veränderbar?) Die Eigen – und Fremdwahrnehmung wird überprüft. Erste Übungen am Pferd können durchgeführt werden. Wie gehst du im Hier und Jetzt mit dem Pferd um? Sicher/unsicher
(Alternativ Nähe Übung, Grenzen benennen
und durchsetzen)
Das Kennenlernen der inneren Anteile wird angebahnt. (Wann sind diese entstanden, wofür sind sie gut?)

3. Kompetenztraining

Das Kennenlernen der inneren Anteile wird intensiviert. (Können diese uns im Hier und Jetzt nützen?)
Grundlagen von Gefühle und deren Auswirkungen auf unser Handeln werden vermittelt und im Verlauf wiederholt.
Entspannungsübung, Anti-Blamier Übung, Imaginationsverfahren und Vertrauensübung finden ihren Platz. Einstellungsgrundsätze in Kombination mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung (Lob- und Kritikkultur) werden reflektiert und weiterentwickelt. Gefühlszustände werden reflektiert, Schutzfaktoren/Risikofaktoren ergründet und gegenübergestellt. Ressourcen werden entwickelt und gefördert. Das Kennenlernen der inneren Helfer wird angebahnt und mögliche Skills entwickelt.

4. Konfrontation

Es beginnt die Annäherung an die Bewältigung in der Praxis. Bei der Konfrontation mit Altlasten wird Handlungssicherheit durch Wiederholung entwickelt, bis der Betroffene ausreichend Sicherheit gewonnen hat, um sich zuvor beängstigenden Situationen von nun an alleine zu stellen. Die „innere“ Not wurde minimiert und stabilisiert und das ATT findet seinen Abschluss.

Wird ein Pferd vorgestellt, richtet SAM den Blick ebenso ganzheitlich, wie beim Menschen. Die Vergangenheit des Pferdes ist wichtig. Dabei gilt es nicht nur zu ergründen, welche Erlebnisse das Pferd bereits gemacht hat und welches Verhalten das Pferd zeigt oder bereits kennt. Die Gesundheitssorge, die Ausrüstung, Fütterung und die Haltungsbedingungen spielen ebenso eine große Rolle.

Ebenso beim Training mit dem Pferd liegt der Fokus auf der Stabilisation der „inneren“ Not, welche Auslöser für ein möglicherweise herausforderndes Verhalten sein kann. Das Pferd durchläuft ebenso die vier Phasen des Anti-Trauma-Trainings, nur eben mithilfe der Sprache Equus. Dabei spreche ich dem Pferd ebenfalls ein eigenes Tempo zur Verarbeitung belastender Situationen zu und retraumatisiere nicht durch Überforderung oder Leistungsdruck.

Die Besonderheit in der vierten Phase des ATT ist, dass Besitzer und Pferd zusätzlich wieder vereint werden und Ziel eine angstfreie gemeinsame Zukunft darstellt.

Du hast eine schlimme Erfahrung mit deinem Pferd erlebt und sich nur deinem Pferd zu widmen reicht nicht aus? 

Bisher fehlte dir die Empathie im Training? Angst gibt es eben doch, auch in der Pferdewelt?

Dann melde dich gerne bei mir, ich freue mich auf Dich!


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